Impfungen

http://www.heiltierarzt.de/

 

 

Grundimmunisierung:

  • ab der 8. Lebenswoche, besser erst ab der 10. Lebenswoche:
  • Staupe + Hepatitis + Parvovirose
  • 4 Wochen später Auffrischimpfung:
    Staupe + Hepatitis + Parvovirose, zusätzlich als erste Impfung: Leptospirose
  • ab dem 3. Lebensmonat: Auffrischimpfung:
    Leptospirose, zusätzlich als erste Impfung: ggf Tollwut. (Tollwut auch gerne erst als Einzelimpfung mit 6 Monaten, bitte Empfehlungen für Tollwut-Impfungen bei Auslandsreisen beachten!)
  • Nach der Grundimmunisierung bis auf evtl. Tollwut keine weiteren Impfungen!!

Bei der Tollwuterstimpfung muss der Hund mindestens 3 Monate als sein, besser 6 Monate. Die Impfung sollte möglichst als Einzelimpfung vorgenommen werden. Vor der Einreise nach Norwegen und Schweden wird eine Blutuntersuchung verlangt, die einen ausreichenden Tollwutschutz nachweist. Dieser geforderte Tollwutschutz (so genannter Tollwut-Titer = Menge der Abwehrzellen gegen Tollwutviren im Blut) wird nach Impfung mit Mehrfachimpfstoffen öfters nicht erreicht. Eine Auffrischimpfung mit einem Einzelimpfstoff erzielt einen besser nachweisbaren Tollwut-Titer.

 

Die Tollwutimpfung ist im Prinzip nur noch nötig, wenn Tiere (Hunde/Katzen) mit ins Ausland genommen werden sollen (Einreisebestimmungen). Deutschland gilt seit April 2008 als tollwutfrei, deshalb ist keine direkte Infektionsgefahr durch Füchse mehr vorhanden.

 

Viele von uns impfen ihre Hunde immer noch jährlich gegen alle möglichen Krankheiten. Doch ist das überhaupt nötig?

 

Fragt man seinen Tierarzt, sagt dieser einem meistens, dass der Hund ohne jährliche Auffrischung nicht mehr geschützt ist und erkranken wird. Mit einem schlechten Gewissen lässt man dann lieber sicherheitshalber wieder alles impfen, man will ja nicht verantwortungslos sein!

Laut neuen Langzeitstudien-Ergebnissen gilt als erwiesen, dass durch eine vernünftige Immunisierung des Hundes gegen SHP (Staupe, Hepatits und Parvovirose) und eine Auffrischung 12 Monate später, ein ausreichender Schutz für durchschnittlich 8 Jahre, anzunehmenderweise sogar lebenslang gewährleistet ist!

 

T. R. Philipps/R. D. Schultz: 
"Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind jährliche Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben lang an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische (sekundäre) Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Organismen ausgesetzt ist. Einzig die Immunantwort auf Toxine erfordert Auffrischimpfungen (zum Beispiel wird die Tetanustoxin-Auffrischung alle sieben bis zehn Jahre empfohlen). Toxin-Impfstoffe werden aber bei Hunden und Katzen gegenwärtig gar nicht verwendet."

 

Professor Ronald D. Schultz (University of Wisconsin, Madison): 
„Meine eigenen Haustiere werden als Welpen ein- oder zweimal geimpft und dann nie wieder, mit Ausnahme der Tollwut-Impfung, die alle drei Jahre gegeben wird, seit ein Drei-Jahres-Produkt erhältlich ist. Ich verfahre nach diesem Programm seit 1974, und es ist weder bei meinen Haustieren noch bei den Haustieren meiner Kinder und Enkel jemals eine Infektionskrankheit aufgetreten.“ 
(Veterinary Medicine, 1998)

 

Professor Alice Wolf (Texas A & M University, Austin):
"Kinder oder Erwachsene werden nicht jährlich neu geimpft, und es werden auch keine Titer gemessen, um zu bestimmen, ob sie noch einen angemessenen Schutz haben. Die Erfahrung hat gezeigt, daß das der Fall ist. Humanimpfstoffe sind nicht anders als Tierimpfstoffe, und das Immunsystem von Hund und Katze ist auch nicht anders als das Immunsystem des Menschen." 
(Veterinary Proceedings, 1998)